Geben ist besser als nehmen! 4myHealth hilft

NOMA HILFE – 4myHealth hilft

In Ländern mit einer hohen Rate an Unterernährung und Eiweißmangel, können sich Keime, die üblicherweise keine Krankheithervorrufen, rasch ausbreiten und zu verheerenden Entstellungen führen. Besonders schwerwiegend sind die Auswirkungen dieser Krankheit (NOMA) auf Säuglinge und Kleinkinder die, einmal abgekoppelt von der Muttermilch, nicht fähig sind ausreichende Abwehrkräfte zu entwickeln und daher sehr frühe Opfer dieser NOMA-Erkrankung werden.

Diese Kinder werden mitunter zeitlebens von ihrer Umwelt geächtet, ausgeschlossen und sind, obwohl nach Abheilung der Erkrankung wieder völlig gesund und leistungsfähig, für eine normale menschliche Entwicklung und Lebensführung verloren.

Der Einsatz von Ärzten, die Ihre Zeit und Wissen einsetzen, um diesen Kindern zu helfen und ihnen wieder ein normales Leben zu ermöglichen, ist mehr als bewundernswert. Regelmäßige Einsätze in die betroffenen Gebiete in Afrika bedürfen einer ausführlichen Planung, damit das gesamte Team die Zeit vor Ort effektiv nutzen kann, um möglichst vielen Kindern in kurzer Zeit helfen zu können.

In enger Zusammenarbeit der Hilfsaktion Noma e.V. und der Österreichischen Nomahilfe sind in Niger und Guinea-Bissau zwei NOMA-Kliniken entstanden, in denen einheimisches Fachpersonal von Einsatzteams herangebildet, unterstützt und ausgebildet werden. Mittlerweile werden lediglich komplexe, rekonstruktive Eingriffe von Ärzten aus Wien wie beispielsweise Dr. Harald Kubiena, unterstützt von Ärzten vor Ort, vorgenommen.

„Ein wichtiger Bestandteil des gesamten Behandlungserfolges ist, neben der guten Vorbereitung unserer zum Teil noch sehr kleinen Patienten, die Nachbetreuung der operierten Kinder. Gerade nach der unmittelbaren Frühphase der Wundheilung ist eine größtmöglich standardisierte Übungsbehandlung des Kiefergelenkes über Monate essentiell für das funktionelle Ergebnis nach all der Anstrengungen – vor allem der Kinder selbst.“, sagt Dr. Kubiena. Die schriftlichen und bildgebenden Aufzeichnungen einer Operation sind wichtig, um das Krankheitsbild und den Verlauf der manchmal mehrstufigen Operation von Österreich aus zu begleiten, mitunter auch zu überwachen.

Gerade bei Folgeoperationen ist eine gute Dokumentation all dessen „was bisher geschah“ von großer Bedeutung.

Im Herbst 2017 entschloss sich die 4myHealth und Dr. Kubiena zu einer Kooperation, um die Dokumentation der Einsätze vor Ort zu digitalisieren. Wenngleich die EDV-Infrastruktur in Guinea-Bissau und Niamy nicht topaktuell ist, gibt es Internet und Computer. Die Ärzte selbst haben ihre Laptops dabei, um dahingehend ebenfalls auszuhelfen.

Das 4myHealth System ist derzeit das innovativste System, das in Österreich und auch international zur Dokumentation von Konsultationen verwenden wird und besitzt u.a. eine integrierte Bildverwaltung, die einfach und sehr übersichtlich zu bedienen ist. Mittels des Smartphones werden Fotos sofort zum jeweiligen Patienten in den Akt übertragen. Dazu ist kein Kabel oder Speicherkarte notwendig und diese Funktion ist weltweit von überall, wo es eine ausreichende Internetanbindung gibt, verfügbar. Da das 4myHealth System keine Software benötigt und nur mittels Webbrowser bedient werden kann, ist der mobile Einsatz auch in diesen Gebieten sehr einfach möglich.

Sobald ein Patient digital im 4myHealth System erfasst ist (Bildern und Informationen zur Person und der Operation), stehen diese Informationen im gleichen Moment dem ganzen NOMA Hilfe Team international zur Verfügung. Die Kollegen können sofort in den Patientenakt Einsicht nehmen und es bedarf keine umständliche Papier- oder eMail Kommunikation.

„Für uns ist das 4myHealth System als ob jemand eine zweite OP Leuchte einschaltet und wir damit noch besser sehen und arbeiten können“, erzählt Dr. Kubiena zufrieden. „Wir haben alle Daten sofort im Griff und wollen uns gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne dieses System wäre“, ergänzt der Chirurg. Dies ist nicht nur für die Operateure, sondern auch für Anästhesisten, die in deren Kompetenz im Management von NOMA erkrankten Kindern besonders gefordert sind, ebenfalls ein großer Vorteil.

Für die 4myHealth war es selbstverständlich hier mitzuhelfen und das gesamte Team der 4myHealth war von der ersten Minute an begeistert, Teil dieser wunderbaren Initiative zu sein. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass wir mit unserem System jetzt auch auf diese Art helfen können und das gesamte internationale Team der NOMA Hilfe davon profitiert. „Wir hoffen wir müssen noch viele Accounts am 4myHealth System anlegen, um weiteren Ärzten und Helfern die Möglichkeit zu geben, Ihre Arbeit etwas zu erleichtern“, sagt Walter Gries, Co-Founder der 4myHealth.

Das 4myHealth System wird der NOMA Hilfe unbürokratisch und ohne Einschränkung zur Verfügung gestellt.

„4myHealth ist für uns und unsere Kollegen vor Ort weit mehr als bloß ein telemedizinisches Dokumentationstool – es macht die Behandlung unserer Patienten vor, während und vor allem im Anschluss an, zum Teil komplexe, operative Eingriffe, noch effektiver und ist uns ein wesentlicher Brückenpfeiler in der Sicherstellung des gesamten Behandlungserfolges geworden “, so Dr. Harald Kubiena.

NOMA Hilfe und 4myHealth – ein erfolgreiches Projekt der Gegenwart und, in Hinblick auf all die wiederhergestellten Kindergesichter in den ärmsten Ländern der Welt, mit „Zukunft“.